TagesPlus.at

Aktuelle Nachrichten aus Österreich und der Welt

Monitoring soll Artensterben in der Drau früher erkennen

Redaktionelle Szene zum Thema „Monitoring soll Artensterben in der Drau früher erkennen“

Ein genaues Monitoring soll in der Drau das Verschwinden von Arten in Fließgewässern aufdecken, eingewanderte Tiere und Pflanzen frühzeitig erfassen und jene Stellen kontrollieren, an denen Schadstoffe das Ökosystem gefährden. Der Fluss verbindet Kärnten und Slowenien als Wasserweg und ist auch für seine Artenvielfalt von Bedeutung.

Ausgangspunkt der Überlegungen ist ein großes Fischsterben Anfang März in der Lavant, einem Nebenfluss der Drau im Bezirk Wolfsberg. Auslöser war ein Störfall in einer Papierfabrik: Über die Kläranlage gelangten Laugen und Schadstoffe in das Gewässer und weiter in ein Natura-2000-Schutzgebiet. Lokale Umweltvereine sprachen danach davon, dass der Fluss in diesem Bereich „ökologisch tot“ sei.

Besonders große Sorge galt den seltenen Sämling-Fischen, die nach den vorliegenden Angaben außer in diesem Schutzgebiet nirgendwo sonst in Kärnten leben. Vor Ort waren Fischleichen und andere verendete Tiere zu sehen.

Vid Švara, Senior Researcher an der Fachhochschule Kärnten und am Unesco-Lehrstuhl für Nachhaltiges Management von Schutzgebieten, sagte: „Es war bisher nicht systematisch erforscht, was die Drau alles leistet.“

Das geplante Monitoring soll nun genauere Daten liefern. Erfasst werden soll, wo Arten in den Fließgewässern verschwinden, wo sich eingewanderte Tiere und Pflanzen ausbreiten und an welchen Stellen Schadstoffe das Ökosystem belasten. Damit soll die Entwicklung in der Drau und ihren Zuflüssen künftig verlässlicher beobachtet werden.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert