Der OMV-Aufsichtsrat hat Emma Delaney zur neuen Chefin des österreichischen Öl- und Chemiekonzerns bestellt. Die seit vielen Jahren bei BP tätige Irin übernimmt mit 1. September die Konzernführung und löst damit Alfred Stern ab. Es ist zugleich das erste Mal, dass eine Frau an die Spitze des Unternehmens rückt.
Die Bestellung gilt auch deshalb als bemerkenswert, weil im Vorfeld mehrere österreichische Namen als mögliche Nachfolger kursiert waren. Diese kamen am Ende nicht zum Zug. Seit Montag ist die Entscheidung fix, nachdem der Aufsichtsrat die Personalie beschlossen hat.
Die Nachfolge an der OMV-Spitze hatte sich über längere Zeit hingezogen. Stern hatte vor rund einem Jahr angekündigt, mit Ende August 2026 gehen zu wollen. Damit blieb reichlich Zeit für Spekulationen und für Versuche, auf die Entscheidung Einfluss zu nehmen.
Gerade in teilstaatlichen Großkonzernen sind solche Interventionen laut den vorliegenden Angaben inzwischen aber seltener erfolgreich. Im Fall der OMV fiel die Wahl auf eine externe Managerin mit internationaler Konzernkarriere. Das spricht für eine Personalentscheidung, bei der parteipolitische Überlegungen offenbar weniger Gewicht hatten als früher.
Für den Konzern ist das auch wirtschaftlich relevant: An der Spitze eines der größten österreichischen Unternehmen steht künftig eine Managerin, deren beruflicher Hintergrund nicht aus dem heimischen politischen oder staatsnahen Umfeld stammt. Die OMV setzt damit auf Kontinuität im Verfahren und auf eine Besetzung, die als klar unpolitisch wahrgenommen wird.














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