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OpenAI nimmt Microsoft den Exklusivstatus

Redaktionelle Szene zum Thema „OpenAI nimmt Microsoft den Exklusivstatus“

Wenige Monate vor dem erwarteten Börsengang hat OpenAI seinem wichtigsten Investor Microsoft den exklusiven Zugang zu seiner Technologie entzogen. Der ChatGPT-Entwickler kann seine Produkte künftig auch an konkurrierende Cloudfirmen wie Amazon Web Services und Google verkaufen. Microsoft bleibt nach den nun kommunizierten Änderungen aber eng mit OpenAI verbunden.

Der Softwarekonzern bleibt bis 2030 der vorrangige Anbieter von Cloud-Dienstleistungen für OpenAI und kann die Programme des Start-ups über eine Lizenzvereinbarung bis 2032 nutzen. Zudem erhält Microsoft bis 2030 weiter 20 Prozent der OpenAI-Umsätze. Künftig muss der Konzern nach den Angaben jedoch keine Umsatzbeteiligung an OpenAI mehr zahlen.

Microsoft gehört zu den frühen Geldgebern von OpenAI und hat bisher mehr als 13 Milliarden Dollar investiert. Gemessen an der 850 Milliarden Dollar schweren Gesamtbewertung von OpenAI ist diese Beteiligung inzwischen rund 230 Milliarden Dollar wert. Für Microsoft war die bisherige Exklusivvereinbarung auch wirtschaftlich wichtig, weil der Konzern damit seine eigenen Produkte rasch um KI-Funktionen erweitern konnte.

Die Zusammenarbeit beider Unternehmen war bereits im vergangenen Herbst im Zuge der Umwandlung von OpenAI in eine sogenannte Public Benefit Corporation überarbeitet worden. Damals verlor Microsoft den Status als bevorzugter Cloud-Anbieter, im Gegenzug buchte OpenAI bei dem Konzern Rechenkapazitäten im Volumen von 250 Milliarden Dollar. An der Wall Street reagierte die Microsoft-Aktie auf die jüngsten Änderungen mit einem Minus von 1,4 Prozent.

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