Das Palais in der Mariannengasse in Klagenfurt war über Jahrhunderte Wohn- und Aufenthaltsort ungewöhnlicher Bewohner: Einer Erzherzogin, Napoleons Soldaten und insgesamt 15 Bischöfen. Der Historiker Robert Kluger hat die Geschichte des barocken Gebäudes nun nach jahrelanger Archivarbeit aufgearbeitet und legt sie in einem Buch vor.
Das Palais zählt neben Schloss Rosegg und Schloss Pöckstein zu den drei einzigen barocken Neubauten Kärntens. Zugleich ist es das einzige Gebäude, das die Habsburger in Kärnten errichten ließen. Trotzdem war seine Entstehung und spätere Nutzung bisher kaum erforscht.
Kluger hat nach eigenen Angaben über längere Zeit in Archiven recherchiert und dabei Spannendes über Errichtung und Veränderungen des Hauses zusammengetragen. In seinem Buch geht es um den Wunsch des Kaisers, den Bau wieder loszuwerden, ebenso wie um Napoleons Soldaten und die Damhirsche, die mit der Geschichte des Areals verbunden sind.
Eine zentrale Rolle spielt Maria Anna, eine Tochter von Franz Stephan aus dem Hause Habsburg. Sie war die Erzherzogin, für die Schloss und Garten in Klagenfurt errichtet wurden. Damit rückt ein weitgehend unbekanntes Kapitel der Kärntner Geschichte in den Blick.














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