In Wiener Neustadt hat der Prozess um den vereitelten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien begonnen. Der Autor Stefan Kaltenbrunner bezeichnete die Lage rund um das geplante Konzert als „relativ knapp vor einem Anschlag“ und schätzt die Terrorgefahr derzeit als hoch ein.
Kaltenbrunner hatte sich im Vorjahr mit seinem Buch „Allahs mächtige Influencer – Wie TikTok-Islamisten unsere Jugend radikalisieren“ unter anderem mit der Ansprache Jugendlicher durch Islamisten auf Social Media befasst. Im „Wien heute“-Interview sprach er auf Basis seiner Recherchen von „rund 400 bis 600 jungen Menschen, die Gefährder sind“. Davon würden 120 bis 130 aktiv beobachtet, die Dunkelziffer sei jedoch hoch.
Die Terrorgefahr sei aktuell nach wie vor hoch, sagte Kaltenbrunner. Er ordnete sie „zwischen vier und fünf in der Stufe“ ein und verwies auf die Sorge unter Staatsschützern, dass wieder etwas passieren könnte.
Zum jetzt in Wiener Neustadt angeklagten 21-jährigen Beran A. sagte Kaltenbrunner, dieser sei vor seiner Festnahme nicht aufgefallen. Es habe sich um einen „völligen No Name“ gehandelt. Die Behörden hätten nicht gewusst, wo er stehe oder in welcher Gruppierung er sich bewege.
Nach Einschätzung des Autors wurde der Fall nur durch einen Hinweis des amerikanischen Geheimdienstes bekannt. Gerade das mache die Situation besonders gefährlich, sagte Kaltenbrunner, weil sich die Betroffenen „unter dem Radar“ bewegten und nur mit Messenger-Überwachung erfasst werden könnten.














Leave a Reply