Vor dem Tor zur Wallfahrtskirche Maria Plain in Bergheim im Flachgau steht seit Sonntag ein Radetzky-Denkmal. Die aus Stein gearbeitete Büste des österreichischen Feldmarschalls Graf Joseph Wenzel Radetzky wurde nach einer Messe erstmals öffentlich gezeigt und sorgt an dem Standort für Diskussionen.
Für die einen galt General Radetzky als heimattreuer Retter der Monarchie, für die anderen als Kriegsverbrecher. Das Denkmal ist damit direkt an einem Ort platziert, der für viele Menschen in der Region sichtbar und bedeutsam ist.
Die rund zwei Tonnen schwere Skulptur besteht aus Untersberger Marmor. Ihre Vorgeschichte ist lang: Ursprünglich war als Standort der Bahnhof der Lokalbahn Anthering im Flachgau angedacht. Dort fiel der Widerstand jedoch so groß aus, dass die Gemeindevertretung gegen die Büste stimmte.
Mit der Aufstellung in Maria Plain ist das Projekt nun dennoch umgesetzt worden. Die Debatte um den geeigneten Platz für das Denkmal hatte damit bereits im Vorfeld für Streit gesorgt und setzt sich nun am neuen Standort fort.














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