Der sardische Journalist Raffaele Angius hat vor den Folgen von Cyberangriffen durch staatliche und private Akteure gewarnt. Im Gespräch erklärte der Investigativjournalist, mit solchen Angriffen werde der Gesellschaftsvertrag untergraben. Er verwies dabei besonders auf Zero-Days-Angriffe und darauf, was es bedeutet, wenn unbemerkt in Handys eingedrungen wird.
Angius arbeitet für das investigative Medium IrpiMedia, das für Investigative Reporting Project Italy steht. Die Plattform wurde 2012 gegründet und gilt als erstes gemeinnütziges Zentrum für Investigativjournalismus in Italien. Der Journalist beschäftigt sich vor allem mit digitaler organisierter Kriminalität, Cyberangriffen, Überwachungstechnologien und Menschenrechten.
Zero-Day-Schwachstellen gelten als besonders problematisch, weil sie ausgenutzt werden können, bevor ein Sicherheitsproblem bekannt oder behoben ist. Angius stellte diese Angriffe in den Zusammenhang mit einem wachsenden Machtgefälle zwischen denjenigen, die digitale Systeme kontrollieren, und den Menschen, deren Geräte heimlich betroffen sein können.
Der Journalist sagte damit nicht nur etwas über technische Angriffe, sondern auch über ihre politische und gesellschaftliche Dimension. Wenn staatliche und private Akteure unbemerkt auf Smartphones zugreifen können, betrifft das nach seiner Darstellung nicht nur einzelne Nutzer, sondern auch grundlegende Fragen von Vertrauen, Kontrolle und Schutz.














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