Der geschwächte junge Buckelwal „Timmy“ soll aus der Bucht vor Poel zurück ins offene Meer gebracht werden. Geplant ist der Einsatz einer Barge, eines 50 Meter langen Spezialschiffs, das ursprünglich für den Transport havarierter Schiffe gebaut wurde.
Die Barge soll in der Bucht ein „Stahl-Aquarium“ bilden: Dafür werden seitliche Wassertanks geflutet, sodass sich das Schiff absenkt und ein Stahlbecken im Wasser entsteht. Vor Poel wurde dafür bereits eine Rinne mit mehr als 100 Metern Länge ausgebaggert. In diese soll die Barge hineinfahren und abgesenkt werden.
Der Buckelwal liegt auf einer Sandbank, soll aber nicht über den Meeresboden gezogen werden. Stattdessen soll er schwimmend in das Becken gelangen. Dazu ist eine Netzplane vorgesehen, die unter dem Wal hindurchgeführt wird. Mit Schifffahrtsseilen soll sie wie ein U um seinen Körper liegen und ihn daran hindern, auszubrechen.
Im Anschluss soll „Timmy“ mit einer hydraulischen Handwinde weiter bewegt werden. Nach Angaben aus dem Umfeld der Aktion befindet sich die Barge derzeit im Nord-Ostsee-Kanal. Am Sonntagabend schob sie bei Hohenhörn das Schubboot „Hans“ an. Am Montag soll die Barge in Wismar ankommen.
Die Tiereinsatzkräfte hoffen, den jungen Walbullen auf diese Weise aus der Bucht zu holen und wieder in tieferes Wasser zu bringen. Für „Timmy“ ist es der nächste Versuch, ihn aus der Lage vor Poel zu befreien.














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