Der Rollkoffer, lange ein Erkennungszeichen des billigen Massentourismus, kostet auf manchen Flügen inzwischen mehr: Nach den Low-Cost-Airlines verlangen nun auch AUA und Lufthansa für das Handgepäckstück, das ins Fach über den Sitzen passt, kein kostenloses Mitnehmen mehr. Der Trolley hat sich damit von einem praktischen Reisebegleiter zu einem Gegenstand entwickelt, der auch für die Debatte über Massentourismus steht.
Besonders verbreitet wurde der handliche Rollkoffer durch Billigfluglinien, die damit das Reisen mit wenig Gepäck förderten. Das Modell passte in das Handgepäckfach und wurde zum Standard für viele Kurzreisen. Heute ist der Trolley überall dort zu sehen, wo Touristen unterwegs sind.
Im Text wird der Rollkoffer als Hintergrundgeräusch des Overtourism beschrieben: das Rattern auf Kopfsteinpflaster in Innenstädten. Damit ist der Trolley nicht nur Gepäck, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die Verlagerung des Reisens in stark frequentierte Altstädte und Urlaubsorte.
Manche Orte reagieren bereits darauf. Dubrovnik hat den Trolley aus seiner Altstadt verbannt. Der praktische Koffer ist damit nicht nur zum Massenprodukt der Reiseindustrie geworden, sondern auch zum Auslöser von Regulierungen in besonders belasteten Touristenzentren.














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