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Ryanair setzt mit Drohungen gegen Abgaben Flughäfen und Staaten unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Ryanair setzt mit Drohungen gegen Abgaben Flughäfen und Staaten unter Druck“

Ryanair erhöht im Streit um Abgaben in Österreich und Deutschland den Druck auf Flughäfen und Staaten. Die Fluglinie wettert mit Drohgebärden gegen die aus ihrer Sicht zu hohen Belastungen und versucht damit, weniger Abgaben zahlen zu müssen.

Im Zentrum steht vor allem die österreichische Flugabgabe, gegen die Ryanair-Gründer Michael O’Leary vergangene Woche bei einer Pressekonferenz in Wien protestierte. Der Vorstoß richtet sich nicht nur gegen Österreich, sondern auch gegen Deutschland. Ryanair setzt damit auf eine Politik der Drohung, um finanzielle Zugeständnisse zu erreichen.

Für die betroffenen Standorte ist das mehr als ein verbaler Konflikt. Wer sich von solchen Ankündigungen erpressbar mache, gebe den Druck aus der Hand, lautet die zugespitzte wirtschaftspolitische Einordnung des Vorgangs. Im Kern geht es um die Frage, wie weit sich Flughäfen und Regierungen auf Forderungen eines der größten Billigflieger Europas einlassen sollten.

Der Streit ist auch deshalb relevant, weil Ryanair seine Position öffentlich und mit deutlicher Konfrontation vertritt. Die Fluglinie nutzt die Debatte über Abgaben, um ihre Kostenposition zu unterstreichen. Für Österreich und Deutschland geht es damit nicht nur um einzelne Gebühren, sondern um die grundsätzliche Frage, wie sie mit den Forderungen eines großen Marktakteurs umgehen.

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