Fast jeder österreichische Haushalt hat mittlerweile einen Smart Meter. Die intelligenten Stromzähler übermitteln regelmäßig Verbrauchsdaten an die jeweilige Netzgesellschaft; Kundinnen und Kunden können zugleich zeitnah prüfen, wie viel Strom sie gerade benötigen und ob sich Einsparungen erzielen lassen. Mit den 15-Minuten-Daten stellt sich aber auch die Frage, was sich daraus über Haushalte, die dort lebenden Personen und ihre Gewohnheiten ableiten lässt.
Die Daten sind für Energieunternehmen wertvoll. Sie können den Stromeinkauf gezielter planen und Netzkapazitäten anpassen. Zugleich sollen die einzelnen Haushalte und ihre Daten streng geschützt sein, um Missbrauch zu vermeiden. Genau an diesem Spannungsfeld setzt das Projekt Prismatics an.
Prismatics sucht nach Möglichkeiten, Datensätze für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen, ohne etwas über die Nutzerinnen und Nutzer und deren Gewohnheiten „auszuplaudern“. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, wie sich Daten wirtschaftlich verwenden lassen, ohne den Datenschutz der Haushalte zu gefährden.
Gerade bei den feingranularen Verbrauchsdaten von Smart Metern zeigt sich, wie eng Nutzen und Schutz beieinanderliegen. Für Energieunternehmen liefern sie Informationen, die bei Planung und Organisation helfen können. Für die Haushalte bleibt entscheidend, dass aus diesen Daten nicht mehr herausgelesen wird, als zulässig ist.














Leave a Reply