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SPÖ Burgenland lädt wieder eine Ministerin zu den Maifeiern ein

Redaktionelle Szene zum Thema „SPÖ Burgenland lädt wieder eine Ministerin zu den Maifeiern ein“

Die SPÖ Burgenland hält ihre Maifeiern weiter hoch und knüpft heuer wieder an eine frühere Tradition an: Zu den Veranstaltungen am 1. Mai wird diesmal erneut eine Bundesministerin erwartet. Damit kehrt eine Einladung zurück, die in den vergangenen Jahren in dem Bundesland abhandengekommen war.

Der 1. Mai bleibt für die Sozialdemokratie im Burgenland ein fest verankerter Termin. Gefeiert wird vor allem in den Bezirken Eisenstadt Umgebung und Mattersburg, wo der Tag der Arbeit traditionell besonders stark begangen wird. Zu den Schwerpunkten zählen die Gemeinden Schattendorf, Neudörfl und Neufeld, die eng mit der Geschichte der burgenländischen Sozialdemokratie verbunden sind.

In Schattendorf erinnert die Partei an die zwei Todesopfer nach den Kämpfen zwischen republikanischem Schutzbund und rechten Frontkämpfern im Jahr 1927. Neudörfl ist als Ort des Gründungsparteitags der österreichischen Sozialdemokratie im Jahr 1874 verankert. Neufeld wiederum gilt als Heimat von Ex-Kanzler Fred Sinowatz sowie der früheren Landeshauptleute Ludwig Leser und Hans Bögl.

Neben den traditionellen politischen Kundgebungen werden die Maifeiern laut den Angaben im Burgenland auch breiter angelegt. Dort treten sie teils als Familienfest, Sektfrühstück oder Bouteillen-Schnapsen auf. Der Tag des Arbeiters, der am 1. Mai 1890 für den achtstündigen Arbeitstag auf die Straße ging, bleibt damit Teil des sozialdemokratischen Kalenders.

Dass in der SPÖ Burgenland in den vergangenen Jahren vieles verändert und sich die Partei stärker personalisiert hat, ändert an dieser Rolle des 1. Mai nichts. Auch heuer gehört der Feiertag zu den wichtigsten Fixpunkten der burgenländischen Sozialdemokratie.

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