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Tschernobyl-Spuren in Tirol auch 40 Jahre später nachweisbar

Redaktionelle Szene zum Thema „Tschernobyl-Spuren in Tirol auch 40 Jahre später nachweisbar“

Vier Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl lassen sich in Tirol noch immer Spuren des radioaktiven Cäsium-137 in den Böden nachweisen. Die gemessene Menge ist nach Angaben von Experten jedoch nicht gefährlich. Am 26. April 1986 war Reaktor 4 des Kernkraftwerks in der damaligen UdSSR explodiert, Tage später erreichte eine radioaktive Wolke Tirol.

Der radioaktive Regen, der Ende April und Anfang Mai 1986 über Österreich fiel, verteilte die Strahlung unterschiedlich. Tirol war weniger betroffen als Regionen wie Salzburg, Oberösterreich und Kärnten. Trotzdem sind die Auswirkungen bis heute messbar.

Große Verunsicherung wegen fehlender Informationen

Richard Norz, langjähriger Direktor der Landwirtschaftskammer Tirol, schilderte die Verunsicherung in der Landwirtschaft damals als groß. Zur Zeit des Unfalls war er Abteilungsleiter für Milchwirtschaft. Informationen aus Russland seien kaum verfügbar gewesen, Notfallpläne habe es nicht gegeben.

„Man hat die Gefahr nicht gesehen, gespürt oder gerochen. Da hat man zunächst die Menschen sensibel machen müssen“, sagte Norz. In der Landwirtschaft mussten sofort Maßnahmen gesetzt werden. Der erste Salat, der gerade angebaut worden war, musste umgepflügt werden.

Auch in der Milchwirtschaft wurde rasch reagiert. Die Sammelwege der Milchtanks wurden genau überwacht, damit auf die Ergebnisse der Proben sofort reagiert werden konnte. Laufend wurden Proben gezogen.

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