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Tuareg und Jihadisten setzen Mali-Regierung und russische Verbündete unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Tuareg und Jihadisten setzen Mali-Regierung und russische Verbündete unter Druck“

In Mali haben Rebellen jihadistischer Gruppen gemeinsam mit Milizen der Tuareg-Volksgruppe eine Überraschungsoffensive gestartet und die seit 2021 eng mit Moskau verbündete Junta-Regierung schwer unter Druck gesetzt. Nach Angaben des französischen Senders RFI soll dabei auch Verteidigungsminister Sadio Camara in einer Militärbasis außerhalb der Hauptstadt Bamako getötet worden sein. Bestätigt wurde das zunächst nicht.

Die Offensive gilt als peinlicher Rückschlag für Bamako und Moskau. Sie kommt zu einem Zeitpunkt, in dem Russland wiederholt versucht hat, weltweit militärischen Einfluss geltend zu machen. In Mali zeigt sich nun erneut, wie fragil diese Position ist.

Nach den vorliegenden Angaben starteten die Angreifer ihren Vorstoß mit Unterstützung jihadistischer Gruppen. Die Tuareg stammen aus dem Norden des Landes und treten in dem Konflikt gemeinsam mit den Islamisten gegen die Regierung auf. Welche Gebiete genau betroffen sind und wie weit die Rebellen vorgerückt sind, blieb zunächst offen.

In der Hauptstadt Bamako lief das Leben den Angaben zufolge einigermaßen normal. Am Rand der Stadt wurde jedoch offenbar eine Basis zum Ziel von Angreifern. Damit erreicht die Offensive auch den unmittelbaren Einflussbereich der Regierung.

Für die Junta in Bamako ist die Lage brisant. Sie steht seit 2021 an der Seite Moskaus und sieht sich nun mit einem koordinierten Angriff von Tuareg-Milizen und jihadistischen Gruppen konfrontiert. Der Vorstoß macht die sicherheitspolitische Schwäche der Regierung sichtbar und belastet zugleich Russlands Rolle im Land.

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