Rund 463.000 Tirolerinnen und Tiroler leiden unter Lärmbelastung in ihrem Wohnbereich. Das geht aus einer Erhebung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) hervor, der zum Tag gegen Lärm am Mittwoch auf die Belastung durch den Kfz-Verkehr hinweist. Demnach ist der Straßenverkehr die Hauptursache für den Lärm.
46,8 Prozent der Betroffenen nennen den Straßenverkehr als Hauptursache. Auf Platz zwei folgen Baustellen mit 15,9 Prozent. Der VCÖ bezeichnet den Kfz-Verkehr in Tirol damit als größte Lärmbelastung.
VCÖ-Sprecherin Klara Maria Schenk verweist darauf, dass Lärm nicht nur störend, sondern auch gesundheitsgefährdend sein könne. Dauerhafte Lärmbelastung führe zu Schlafstörungen, der Blutdruck steige, außerdem könne Lärm Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen. Schlafmangel senke die Stressresistenz; zugleich steige demnach das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Depressionen und Krebs.
Nach Angaben des VCÖ hängt die Lärmbelastung auch von Verkehrsstärke und Tempo ab. Niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen könnten die wahrgenommene Belastung verringern. Tempo 30 statt 50 lasse sich klanglich mit einer Halbierung des Verkehrs vergleichen, heißt es. Auf Freilandstraßen könne Tempo 80 statt 100 die Lärmbelastung senken. Auf Autobahnen und Schnellstraßen könne ebenfalls eine Reduktion wirken.
Der VCÖ verweist zudem auf eine EU-Studie, wonach Straßenverkehrslärm Österreich jährlich Kosten von geschätzt 800 Millionen Euro verursacht. Als weitere Möglichkeit nennt der Verkehrsclub mehr E-Mobilität.














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