Veronika Doppler, Chefin des Restaurants Vestibül im Burgtheater, sagt, Gastronomie könne man lernen. Entscheidend sei etwas anderes: Man müsse Menschen lieben. Im Gespräch erzählt sie, wie sie 1999 nach Österreich zurückkehrte, im Vestibül zunächst kaufmännische Aufgaben übernahm und später selbst die Leitung des Lokals übernahm.
Doppler war nach einem zehnjährigen Aufenthalt in Ungarn auf Jobsuche, als ihr Bruder, Besitzer des Restaurants Hansen im Börsengebäude, auch das Vestibül eröffnete. Dort suchte man damals jemanden für Buchhaltung und Kellnerabrechnungen. Diese Arbeit erledigte sie bis 2003. Als sich der Geschäftsführer selbstständig machte, entschied Doppler, das Restaurant zu übernehmen. Ihr Bruder habe ihr geraten, sich vorzustellen, wie sie „mit drei Tellern durch den Marmorsaal wackelt“.
Der Satz habe sie angespornt, sagt Doppler. Sie ließ sich von den Kellnerinnen zeigen, wie man drei Teller trägt und Bier zapft. Parallel dazu arbeitete sie sich in die Konzepte der Gastronomie ein. Heute beschreibt sie den Betrieb als Ort, an dem nicht auf aufwendig eingekaufte Ausstattung gesetzt werde: „Es gibt bei uns kein gekauftes Klumpert“, sagt sie.
Im Gespräch spricht Doppler außerdem über Gäste aus den USA, die sich als besonders spendabel erwiesen hätten, über die Wirkung von schönem Ambiente und über Krisen, die die Branche prägten. Trotz allem erklärt sie, warum sie nie aufhören wolle. Für sie ist das Restaurant offenbar nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch eine Aufgabe, die sie weiter antreibt.














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