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Warnung vor den Folgen digitaler Dauerpräsenz

Redaktionelle Szene zum Thema „Warnung vor den Folgen digitaler Dauerpräsenz“

Smartphones, Social Media und Künstliche Intelligenz gefährden nach Ansicht des Neurowissenschaftlers Joachim Bauer Gesundheit und menschliche Beziehungen. Der Arzt und Bestsellerautor sprach bei einem Vortrag in der AK Vorarlberg über „Menschlichkeit in digitalen Zeiten“ und nannte Phubbing als Beispiel für ein verbreitetes Problem in Partnerschaften.

Phubbing beschreibt Situationen, in denen sich ein Mensch am Tisch oder im Gespräch dem Handy zuwendet, statt dem Gegenüber zuzuhören. Für den Partner sei das eine klare Botschaft, sagte Bauer: „Es gibt etwas Wichtigeres als dich.“ Er ergänzte: „Das ruiniert die Partnerschaft.“ Nach seinen Worten ist dieses Verhalten kein Randphänomen, sondern in vielen Beziehungen Alltag.

Bauer, der als Neurowissenschaftler, Arzt und Bestsellerautor auftritt, verband die Kritik an digitalen Gewohnheiten mit gesundheitlichen Warnungen. „Gutes menschliches Zusammenleben ist nicht nur eine Frage der Humanität, sondern auch der Gesundheit“, betonte er. Wer sich verbunden fühle, aktiviere körpereigene Systeme, die Gesundheit fördern. Wer isoliert lebe oder in dauerndem Streit stecke, werde krank.

Als Beispiel nannte Bauer chronische Einsamkeit. Sie verkürze die Lebenserwartung statistisch ebenso stark wie 15 Zigaretten täglich. Mit seinem Vortrag stellte er damit die Frage, welche Folgen die ständige Nähe zu digitalen Geräten und KI-gestützten Anwendungen für Nähe, Aufmerksamkeit und Beziehungspflege haben kann.

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