Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält es erstmals für realistisch, Malaria noch zu Lebzeiten der heutigen Generation zu besiegen. Zum Weltmalariatag am 25. April verwies die Organisation darauf, dass immer mehr Lösungen zur Verfügung stünden, darunter neue Impfstoffe, neue Behandlungsmethoden und genetische Veränderungen von Mücken.
Gleichzeitig machte die WHO auf ein Finanzproblem aufmerksam. Nach Kürzungen bei der Entwicklungshilfe fehle Geld, hieß es. Damit steht der Kampf gegen die Krankheit trotz medizinischer Fortschritte vor einer unsicheren Finanzierung.
Die WHO gab zudem das erste Medikament frei, das speziell für Neugeborene und Säuglinge mit einem Gewicht zwischen zwei und fünf Kilogramm entwickelt wurde. Bislang wurden Babys mit Präparaten für ältere Kinder behandelt. Das erhöhte nach Angaben der Organisation das Risiko von Dosierungsfehlern, Nebenwirkungen und Vergiftungen.
Mit dem neuen Kombinationspräparat aus Artemether und Lumefantrin sollen nun jährlich rund 30 Millionen Babys in Malaria-Endemiegebieten Afrikas behandelt werden. Der Wirkstoffmix ist seit mehr als 20 Jahren zugelassen, wurde nun aber in reduzierter Dosierung für die jüngsten Patienten angepasst. Das Mittel kann in Muttermilch aufgelöst werden.














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