Ein Forschungsteam will die in Wien verwahrte antike Weltkarte Tabula Peutingeriana mit moderner Bildgebung neu untersuchen. Mithilfe von Multispektralanalyse sollen Details sichtbar werden, die seit Jahrhunderten verborgen sind. Die Karte zeigt das römische Wegenetz von Iberien bis Indien.
Das Original der Karte befindet sich in der Österreichischen Nationalbibliothek. Es handelt sich um ein fast sieben Meter langes Dokument, das in einer Faksimileausgabe von Konrad Miller aus den Jahren 1887 und 1888 überliefert ist. Nun soll die Karte mit modernster Technik erneut analysiert werden.
Römisches Wegenetz von Iberien bis Indien
Die Tabula Peutingeriana gilt als seltenes Zeugnis antiker Raumvorstellungen. Sie dokumentiert, wie die Menschen vor rund 2000 Jahren das römische Wegenetz und die damalige Welt wahrnahmen. Gerade weil das Bild der antiken Umgebung aus den überlieferten Quellen nur fragmentarisch zu rekonstruieren ist, richtet sich auf das Dokument besonderes Interesse.
Die geplante Multispektralanalyse soll dabei helfen, bislang verborgene Einzelheiten auf der Karte zu erkennen. Welche konkreten neuen Erkenntnisse sich daraus ergeben, ist offen. Klar ist aber: Das Wiener Original bleibt für die Forschung ein außergewöhnlicher Zugang zu antiken Vorstellungen von Raum und Verbindung zwischen den Regionen des römischen Reichs.














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