Beim Umbau des Wiener Rings gibt es Kritik von Fußgängervertretern: Der breite Radweg sei für den Fußverkehr eine «massive Barriere». Die Prachtstraße soll wieder stärker zur Flaniermeile werden, doch nach Ansicht der Kritiker stehen fünf Stolpersteine diesem Ziel im Weg.
Im Zentrum der Debatte steht die Frage, wie der öffentliche Raum auf dem Ring künftig aufgeteilt wird. Der breite Radweg wird dabei von Fußgängerseite nicht als Verbesserung gesehen, sondern als Hindernis für jene, die die Straße zu Fuß queren oder entlanggehen wollen. Damit richtet sich die Kritik direkt gegen die derzeitige Gestaltung des Umbaus.
Die Gegenseite verweist auf eine andere Priorität: Hanna Schwarz von Geht-Doch-Grün findet, die Beete hätten schmaler ausfallen können. Aus ihrer Sicht wäre das die «einmalige Chance gewesen, den Gehsteig zu verbreitern». Damit wird deutlich, dass die Diskussion nicht nur den Radverkehr betrifft, sondern vor allem die Frage, wie viel Platz dem Fußverkehr auf Wiens zentraler Prachtstraße eingeräumt wird.
Der Ring gilt als einer der prominentesten Stadträume Wiens. Dass der Umbau nun ausgerechnet dort auf Kritik stößt, zeigt die Spannungen zwischen unterschiedlichen Interessen bei der Neugestaltung des Straßenraums. Für die Fußgängervertreter ist klar: Wenn die Straße wieder stärker als Flaniermeile funktionieren soll, braucht es aus ihrer Sicht mehr Raum für Menschen zu Fuß und weniger Hindernisse im Verlauf der Strecke.














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