Im neuen Wiener „Tatort“ ermitteln Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft für Jugendliche. Der Fall trägt den Titel „Gegen die Zeit“ und läuft am Sonntag im Hauptabend von ORF 2 und in der ARD. In ihrem vorletzten Einsatz als Bibi Fellner und Moritz Eisner übernehmen die beiden Ermittler einen schmerzhaften Fall, der lange nachhallt.
Regisseurin Katharina Mückstein erzählt den Krimi als realistische Annäherung an die Lebenswelt betreuter Jugendlicher. Im Mittelpunkt stehen traumatisierte Burschen, die nicht mehr lange in der Obhut des Staates sind. Ab 18 müssen sie auf sich allein gestellt sein. Der Mord an dem Leiter der Wohngemeinschaft „Sonnenhof“ führt Bibi Fellner und Moritz Eisner in dieses Umfeld.
Der Film setzt dabei nach den vorliegenden Angaben auf deutliche Sozial- und Polizeikritik. Für humorige Dialoge bleibt in diesem Fall kein Raum. Stattdessen geht es um Ängste und Verletzungen, die den Ermittlern und dem Publikum gleichermaßen zu schaffen machen sollen.
Zu sehen ist damit ein Wiener „Tatort“, der weniger auf klassische Krimi-Mechanik als auf die soziale Lage der Jugendlichen in der Einrichtung setzt. Die Folge reiht sich zugleich in die letzten gemeinsamen Auftritte von Neuhauser und Krassnitzer in der Reihe ein.














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