TagesPlus.at

Aktuelle Nachrichten aus Österreich und der Welt

Petr Popelkas „Hör-Bar“ im Musikverein: Musik abseits der großen Hits

Redaktionelle Szene zum Thema „Petr Popelkas „Hör-Bar“ im Musikverein: Musik abseits der großen Hits“

Im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins hat Chefdirigent Petr Popelka mit der Reihe „Hör-Bar“ erneut zu einem zwanglosen Kennenlernen bedeutender Musik abseits der großen Hits geladen. Beim zweiten Konzert der vom Chefdirigenten der Wiener Symphoniker kuratierten Reihe standen am Freitagabend Werke im Zentrum, die Popelka besonders am Herzen liegen.

Die Zusammenstellung war bewusst heterogen und reichte von barocker Musik bis zu Stücken des 20. Jahrhunderts. Den Auftakt machten Klänge aus einer der Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, die sich als roter Faden durch den langen Abend von acht bis nach elf zogen. Damit setzte Popelka im Keller des Musikvereins auf eine Mischung, die weniger auf Repertoire-Klassiker als auf Entdeckungen ausgerichtet war.

Zu hören waren außerdem „Vox Balaenae“ von George Crumb aus dem Jahr 1971 und „Toward the Sea II“ von Tōru Takemitsu aus dem Jahr 1981. Beide Werke sind von Walen beziehungsweise deren Gesang inspiriert und sind für Flöte prominent besetzt. Takemitsus Stück entstand als Auftragswerk von Greenpeace für „Save the Whales“.

Die „Hör-Bar“ versteht sich damit als musikalischer Streichelzoo im besten Sinn: Popelka stellt dort Werke vor, die abseits der großen Publikumshits liegen. Gerade die Mischung der Stücke machte den Abend im Musikverein reizvoll und gab Einblick in einen bewusst offenen Zugang zu Musik, der Bekanntes und weniger Bekanntes nebeneinanderstellt.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert