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Jubel in der Staatsoper: Lidia Fridman und Tomasz Konieczny glänzen in „Salome“

Redaktionelle Szene zum Thema „Jubel in der Staatsoper: Lidia Fridman und Tomasz Konieczny glänzen in „Salome““

In der Wiener Staatsoper ist Cyril Testes Inszenierung von Richard Strauss’ „Salome“ erneut mit Jubel aufgenommen worden. In der Titelrolle setzte sich Lidia Fridman mit charaktervollen Tönen „wie aus Elfenbein“ durch, Tomasz Konieczny überzeugte als Jochanaan mit großer Kraft. Sebastian Weigle gab dem Abend am Pult souveränen Halt.

Der Text hebt die Produktion selbst nicht wegen eines äußeren Effekts hervor, sondern wegen ihrer musikalischen Wirkung. Fridman prägte die Partie der Salome mit einer Stimme, die in der Beschreibung als charaktervoll und hellzeichnet erscheint. Konieczny brachte als Jochanaan ein kraftvolles Gegengewicht ein. Zusammen mit Weigles sicherer Leitung ergab das einen Abend, der laut der Beurteilung deutlich Beifall auslöste.

Auch die Inszenierung von Cyril Teste wird in diesem Zusammenhang eingeordnet. Sie ersetzt seit drei Jahren den einstigen, von Jürgen Rose 1972 ausgestatteten „judäischen Jugendstil“ auf der Bühne. An dieser Produktion wird nicht bloß gemäkelt; vielmehr wird sie in Relation zu Testes späterer „Norma“ als gelungener Zugriff auf Strauss’ Fin-de-Siècle-Skandalstück beschrieben.

Gerhard Siegel ist in der Rolle des Herodes zu sehen. Damit bleibt die Wiener Staatsoper bei einer Besetzung, die die zentralen Figuren der Oper klar ausleuchtet. Der Abend in Wien wurde insgesamt als Erfolg wahrgenommen.

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