Die Oesterreichische Nationalbank präsentiert ihre Kunstsammlung erstmals in diesem großen Rahmen im Leopold Museum. Die Schau mit dem Titel „Premiere!“ bringt einen Teil des seit den 1980er-Jahren aufgebauten künstlerischen Engagements der Bank nach außen und zeigt dabei neben erwartbaren Werken auch einige Überraschungen.
Die Präsentation macht eine Sammlung sichtbarer, die bislang vergleichsweise wenig bekannt war. Dass die OeNB überhaupt Kunst sammelt, folgt einer älteren Tradition: Schon die Wiener Zentralsparkasse begann 1956 mit dem Ankauf von Kunst, später folgten unter anderem die Bawag und die Erste Bank. Auch die Oesterreichische Nationalbank reiht sich in diese Linie ein.
Dass die Ausstellung gerade im Leopold Museum gezeigt wird, hat einen zusätzlichen Bezug. 1994 steuerte die OeNB ein Drittel der 160 Millionen Euro bei, die nötig waren, um Rudolf Leopolds Kunstsammlung in eine Stiftung zu überführen, die heute Träger des Museums ist. Damit ist die Bank auch mit der Geschichte des Hauses verbunden, in dem sie nun ihre Sammlung vorstellt.
Im Ankaufsbeirat der OeNB-Sammlung sitzen unter anderem Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger sowie Karola Kraus und Klaus Albrecht Schröder, beide frühere Kollegen von ihm. Der Beirat ist mit einem jährlichen sechsstelligen Budget ausgestattet. Die Ausstellung rückt damit auch die institutionelle Rolle der Nationalbank als Kunstförderin in den Blick.
Unter den gezeigten Arbeiten findet sich etwa ein Porträt der Malerin Greta Freist aus dem Jahr 1938, in dem sie sich in Paris als mondäne „Tänzerin“ darstellt. Die Auswahl versammelt Werke, die den Anspruch der Sammlung ebenso erkennen lassen wie einzelne unerwartete Positionen.














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