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Stationentheater im Otto Wagner Areal: Jacqueline Kornmüllers neues Ganymed-Projekt überzeugt

Redaktionelle Szene zum Thema „Stationentheater im Otto Wagner Areal: Jacqueline Kornmüllers neues Ganymed-Projekt überzeugt“

Seit Samstag wandeln an noch weiteren zehn Abenden Hundertschaften wildfremder Personen mit Klapphockern durch das Otto Wagner Areal. Das neue Ganymed-Projekt von Jacqueline Kornmüller setzt dabei auf ein Stationentheater, bei dem das Warten selbst Teil des Erlebnisses wird.

Drei Minuten habe es diesmal nur gedauert, heißt es. Doch auch zehn oder 15 Minuten können es sein, bis sich eine Tür öffnet und die Besucherinnen und Besucher weitergehen. Das Warten sei dabei keine Kunst, könne aber manchmal Augen und Ohren öffnen.

Das Publikum bewegt sich einem geheimnisvollen Plan folgend durch Steinhof. Die Anordnung des Formats passt damit, so die Einordnung im Beitrag, besonders gut zum Otto Wagner Areal. Das Stationentheater wirkt gerade deshalb „leicht großartig“, weil es das ohnehin schon vorhandene Prinzip des Wartens und Weitergehens konsequent aufgreift.

Zu hören ist dabei auch Johanna Doderers Stück „Für die Kinder von Gestern“. Das Projekt bestätigt damit erneut den Zugriff von Kornmüllers Ganymed-Reihe auf Räume, Wege und Publikum im Areal. Wer teilnehmen will, sollte jedenfalls nicht trödeln.

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