Beim Konzerthaus-Debüt des US-Pianisten Eric Lu hat sich der amtierende Sieger des 19. Chopin-Wettbewerbs 2025 vor allem mit Chopin durchgesetzt. Der 1997 geborene Musiker spielte am 27. April 2026 in Wien drei Schubert-Impromptus und Werke von Chopin; am stärksten geriet dabei ausgerechnet der polnische Komponist, für den Lu zuletzt beim Wettbewerb in Warschau ausgezeichnet worden war.
Lu, der schon 2015 beim Chopin-Wettbewerb Vierter geworden war, ist damit einer der auffälligsten jungen Pianisten seiner Generation. Sein Programm stand auch im Zeichen seines jüngst bei Warner erschienenen Schubert-Albums. Doch die Schubert-Impromptus wirkten im Konzert offenbar weniger überzeugend als die Chopin-Stücke, die den Abend schließlich prägten.
Vor allem in der letzten von drei Zugaben zeigte Lu, weshalb sein Spiel derzeit so viel Beachtung findet. Mit dem „Regentropfen-Prélude“ formte er ein Stück, das trotz seines hohen Bekanntheitsgrades ohne Klischees auskam. Es geriet abwechslungsreich, einfühlsam und geschmeidig.
Damit fand der Abend im Konzerthaus einen klaren Höhepunkt. Nicht das Schubert-Programm, sondern die Verbindung zu Chopin machte den Auftritt von Eric Lu letztlich zu einem überzeugenden Klavierabend.














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