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Linz: Tragisches Opernende und ein Happy End in der Operette

Redaktionelle Szene zum Thema „Linz: Tragisches Opernende und ein Happy End in der Operette“

Im Linzer Musiktheater sind an diesem Wochenende zwei Premieren zu sehen, die kaum unterschiedlicher ausfallen: Peter Konwitschnys Neuinszenierung von „Katja Kabanowa“ endet mit dem Tod der Titelfigur, während die vergessene Operette „Heute Nacht, Fräulein“ der jungen Hutverkäuferin Dorothy ihr Happy End mit dem Kronprinzen beschert.

Die beiden Produktionen wurden am 27. April 2026 um 14.23 Uhr vorgestellt und stehen für zwei sehr verschiedene Zugänge zum Musiktheater. Auf der Hauptbühne zeigt das Haus ein zentrales Werk des tschechischen Repertoires, im Keller in der „BlackBox“ die Uraufführung einer einst für die Schublade geschriebenen Operette mit Nachwuchsmitwirkenden.

Konwitschny erzählt „Katja Kabanowa“ als Fallgeschichte einer Frau, die in einer freudlosen Ehe gefangen ist und eine Sommeraffäre erlebt. Das Ende bleibt düster: Katja stirbt an Kirche und Gesellschaft.

In der Operette „Heute Nacht, Fräulein“ ist der Ton ein anderer. Dort lässt sich die junge Hutverkäuferin Dorothy von einem vermeintlichen Hofangestellten umwerben, der sich schließlich als Kronprinz herausstellt. Anders als in der Oper ist hier die Aussicht auf das kleine, große Glück Teil des Schlusses.

Die beiden Premieren verbinden so unterschiedliche Stoffe und Stimmungen: auf der einen Seite Selbstanklage und Tragik, auf der anderen Seite Lebenslust und die Erfüllung eines Märchens, das sich überraschend real ausnimmt. Beide Aufführungen laufen im Linzer Musiktheater.

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