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Korngold glänzt im Musikverein, Schostakowitsch gerät unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Korngold glänzt im Musikverein, Schostakowitsch gerät unter Druck“

Im Wiener Musikverein hat das London Symphony Orchestra unter Sir Antonio Pappano bei einem zweitägigen Gastspiel mit Korngolds Violinkonzert und Schostakowitschs Fünfter Symphonie unterschiedliche Akzente gesetzt. Im Mittelpunkt stand dabei die norwegische Geigerin Vilde Frang, die in Korngolds Konzert als brillant beschrieben wurde.

Pappano, seit Herbst 2024 Musikchef des London Symphony Orchestra, brachte für den Auftritt auch Musik aus seiner Heimat mit: eine Ouvertüre von Imogen Claire Holst. Die 1929 geschriebene und im selben Jahr uraufgeführte „Persephone“ schildert in impressionistischen Farben das Schicksal der griechischen Göttin.

Korngold mit großer Wirkung

Vor allem Korngolds Violinkonzert erhielt im Musikverein den Glanz eines großen Kinoabends. Vilde Frang prägte den Abend mit ihrem Solospiel, das den Werkcharakter deutlich hervorhob. Das Konzert stand damit im Kontrast zu dem übrigen Programm, das stärker auf orchestrale Geschlossenheit und Kontrast setzte.

Schostakowitsch mit zu viel Show

Anders fiel die Wirkung von Schostakowitschs Fünfter Symphonie aus. Dem Werk wurde zu viel Show bescheinigt, wodurch es an Gewicht verlor. Das London Symphony Orchestra und Pappano stellten den Satz in einen Abend, der zwischen farbigem Gestus und sinfonischer Zuspitzung pendelte.

Der Auftritt im Musikverein fügte sich in Pappanos aktuelle Arbeit mit dem traditionsreichen London Symphony Orchestra ein. Für Wien brachte das Gastspiel ein Programm, das mit Holst, Korngold und Schostakowitsch drei sehr unterschiedliche Klangwelten zusammenführte.

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