Die Diskussion um die ORF-Stiftungsräte spitzt sich erneut zu. Die FPÖ nutzt die Skandale rund um den Küniglberg, um den ORF scharf anzugreifen und Reformen sowie eine Entpolitisierung zu fordern. Gleichzeitig steht die Partei selbst wegen ihrer Maßstäbe in der Kritik.
FPÖ-Generalsekretär Michael Hafenecker drängt auf die Abberufung von Heinz Lederer, dem von der SPÖ entsandten Vorsitzenden des Stiftungsrats. In der Steiermark fordert SPÖ-Chef Sven Lercher wiederum die Abberufung des FPÖ-Stiftungsrats Thomas Prantner. Der blaue Landeshauptmann Mario Kunasek stellt sich hinter Prantner und behauptet, eine Abberufung sei rechtlich nicht möglich.
Prantner wird vorgeworfen, persönliche Machtspiele betrieben und unangemessene Nachrichten verschickt zu haben. Die FPÖ fordert zugleich moralische Standards ein, die sie selbst nach dem vorliegenden Bild nicht durchgängig einhalte. Der Kommentar verweist damit auf einen Widerspruch zwischen Anspruch und Praxis.
Im Zentrum steht auch die Frage, wie der ORF künftig organisiert sein soll. Die Partei will den Sender reformieren, ohne ihn nach eigener Vorstellung zu einem „Grundfunk“ zu machen. Die Debatte über Stiftungsrat, politische Einflussnahme und interne Skandale bleibt damit eng miteinander verknüpft.














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