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Anni Albers und Vally Wieselthier: Zwei Avantgardistinnen kehren ins Rampenlicht zurück

Redaktionelle Szene zum Thema „Anni Albers und Vally Wieselthier: Zwei Avantgardistinnen kehren ins Rampenlicht zurück“

Das MAK und das Untere Belvedere zeigen zeitgleich umfassende Personalen zu Vally Wieselthier und Anni Albers. Die beiden Künstlerinnen waren einst erfolgreich, wurden später aber aus dem kunsthistorischen Kanon der Moderne ausgeschlossen. Erst seit wenigen Jahren werden sie wieder stärker geschätzt.

Im MAK steht Wieselthiers Keramik im Mittelpunkt. Die Wiener Künstlerin schaffte es in den 1920er Jahren in eine leitende Position in der Wiener Werkstätte. Ihre Arbeiten werden als wild und formal radikal beschrieben. Im Unteren Belvedere ist Anni Albers zu sehen, deren abstrakte Textilien gezeigt werden. Albers war 1949 die erste Frau und erste Textilkünstlerin mit einer Personale im New Yorker Museum of Modern Art.

Beide Künstlerinnen experimentierten mit den Formensprachen ihrer Zeit und schufen funktionale ebenso wie funktionsfreie Kunstwerke. Dass sie dennoch lange vergessen wurden, verweist auf die Mechanismen des kunsthistorischen Kanons, aus dem sie ausgeschlossen waren.

Die gleichzeitigen Ausstellungen in Wien holen Wieselthier und Albers nun zurück in die öffentliche Wahrnehmung. Der Fokus liegt auf zwei Positionen der Moderne, die zu Lebzeiten Anerkennung fanden und erst nach Jahrzehnten wieder umfassend gewürdigt werden.

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