Ein Gemäldefragment der italienischen Barockmalerin Artemisia Gentileschi ist bei einer Versteigerung im Wiener Dorotheum für 837.500 Euro verkauft worden. Der Preis lag deutlich über dem Schätzwert von 100.000 bis 150.000 Euro und löste bei der Auktion große Begeisterung aus.
Versteigert wurde das Werk „Maria Magdalena“, von dem Kopf und Oberkörper fehlen. Diese Teile wurden vermutlich nach dem Krieg entfernt. Das Bild gilt als Fragment eines größeren Gemäldes.
Gentileschi, die von 1593 bis 1654 lebte, war zu ihrer Zeit ein international gefeierter Name, geriet später aber in Vergessenheit. Erst in den vergangenen Jahrzehnten wurden ihre Werke wieder stärker wahrgenommen und kunsthistorisch neu eingeordnet.
Wiederentdeckung einer Barockmalerin
Nach Angaben aus dem Umfeld des Kunstmarkts und von Museen führt diese neue Einschätzung dazu, dass Werke der Malerin bei Auktionen auf reges Interesse stoßen. Das Dorotheum erlebte mit dem Gentileschi-Gemälde nun eine Versteigerung, die die Erwartungen deutlich übertraf.
Eine ähnliche Version des Motivs hängt im Palazzo Pitti in Florenz. Sie gibt einen Eindruck davon, wie das in Wien versteigerte Werk ursprünglich ausgesehen haben könnte.














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