Vier von fünf Gemeinden haben im vergangenen Jahr geplante Vorhaben abgesagt, verschoben oder reduziert. Nach einer Blitzumfrage des Gemeindebunds unter 747 Kommunen ergibt sich hochgerechnet auf alle 2092 Gemeinden Österreichs ein ausgesetztes Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro.
Die Gemeinden halten sich wegen ihrer schlechten budgetären Lage bei Investitionen zurück. Besonders häufig betroffen waren Straßen und öffentliche Plätze, gefolgt von Energie- und Gebäudesanierungen, Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Wasser- und Abwasserprojekten, Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie Schulen und Kindergärten. Damit geraten aus Sicht des Gemeindebunds zentrale Bereiche der kommunalen Infrastruktur unter Druck.
Pressl spricht von „regelrechter Investitionsbremse“
Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl zeigte sich alarmiert und sprach von einer „regelrechten Investitionsbremse“. Bei den zurückgestellten Vorhaben handle es sich nicht um „Luxusprojekte“, sondern um „Investitionen, die die Menschen im Alltag spüren“, sagte er. Die Entwicklung treffe kurzfristig auch die lokale Lebensqualität und die Infrastruktur.














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