Der gewalttätige Überfall auf einen Taxilenker in Leoben hat am Montagnachmittag den Nationalrat beschäftigt und die FPÖ in die Defensive gebracht. Auslöser der Debatte waren Verbindungen von Tatverdächtigen zur rechtsradikalen Identitären Bewegung.
Unter den Ausgeforschten befindet sich nach den vorliegenden Angaben auch ein Funktionär der Identitären Bewegung, der bis vor Kurzem als Mitarbeiter eines Wiener Nationalratsabgeordneten der FPÖ tätig war. Nach Bekanntwerden der Vorfälle wurde er von seinen Aufgaben entbunden.
Opposition verlangt Distanzierung
Die übrigen Parteien forderten in der Debatte eine klare Distanzierung der FPÖ von der Identitären Bewegung. Der Vorfall in Leoben löste damit nicht nur Ermittlungen nach dem Überfall auf den Taxilenker aus, sondern auch eine politische Auseinandersetzung im Parlament über die Verbindungen der Freiheitlichen zur extrem rechten Szene.
Die Diskussion zeigte, wie stark der Fall über die eigentliche Tat hinaus auf die Partei ausstrahlt. Im Zentrum stand dabei weniger der Ablauf des Überfalls als die Frage, wie die FPÖ mit Personen aus dem Umfeld der Identitären Bewegung umgeht.













