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Abschied im Bus: „Speed“ im Landestheater St. Pölten

Redaktionelle Szene zum Thema „Abschied im Bus: „Speed“ im Landestheater St. Pölten“

Mit der letzten Premiere unter Intendantin Marie Rötzer hat das Landestheater St. Pölten am Donnerstag einen Abschiedsabend erlebt. In „Speed – Auf den letzten Metern“ standen noch einmal alle neun Mitglieder des Schauspielensembles gemeinsam auf der Bühne, bevor sich die Truppe mit Ende der Direktion Rötzer verändert.

Rötzer verlässt das Theater nach zehn Jahren und wechselt ans Theater in der Josefstadt. Für das Ensemble bedeutet das einen tiefen Einschnitt: Nur drei der neun Schauspielerinnen und Schauspieler können bleiben. Das Stück von Sarah Viktoria Frick und Martin Vischer setzte genau an diesem Bruch an und brachte die Gruppe auf engstem Raum zusammen.

Im knallgelben Autobus ins Nirgendwo

Die Inszenierung spielt in einem knallgelben Bus mit der Aufschrift „Möbius-Reisen“, der die Beteiligten auf dem Weg zum letzten Auftritt ins Ungewisse bringt. Viel Spielwitz und sichtbarer Spaß prägten den Abend, der die gemeinsame Zeit des Ensembles noch einmal bündelte.

Weniger überzeugend fiel laut der Aufführung der Text des Stücks aus, der als nicht konzise beschrieben wurde. Gerade im Kontext des bevorstehenden Umbruchs bekam der Abend damit den Charakter eines kollektiven Abschieds, der die Veränderung am Haus nicht verdeckte, sondern unmittelbar sichtbar machte.

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