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EU-Parlament verlangt klare Kennzeichnung bei Finanz-Influencern

Redaktionelle Szene zum Thema „EU-Parlament verlangt klare Kennzeichnung bei Finanz-Influencern“

Das EU-Parlament hat Regeln für Influencer gefordert, die im Internet für Aktienfonds, ETFs oder Altersvorsorgeprodukte werben. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Straßburg für ein Positionspapier, das eine klare Kennzeichnung bezahlter Werbepartnerschaften und die Offenlegung von Interessenkonflikten verlangt.

Nach dem Votum soll für Finanzinformationen in sozialen Medien gelten, dass sie denselben Standards entsprechen wie Angebote von Bankberaterinnen und Bankberatern. Das forderte der SPD-Europaabgeordnete René Repasi. Er verwies darauf, dass für viele, besonders junge Menschen, soziale Medien die wichtigste Quelle für Finanzinformationen und Anlageentscheidungen seien.

Finanzbildung soll auch in Schulen gestärkt werden

In dem Positionspapier begrüßen die Abgeordneten zwar, dass Influencer einem breiteren Publikum Zugang zu Informationen über Finanzprodukte verschaffen. Das reiche aber nicht aus, hieß es im Parlament. Der CSU-Abgeordnete Markus Ferber forderte zudem, Finanzbildung gehöre auch in die Schulen.

Mit dem Beschluss ist die EU-Kommission am Zug. Sie muss sich nun mit den Forderungen aus dem Parlament befassen. Rechtlich verbindlich sind sie allerdings nicht. Ob daraus konkrete Gesetzesvorschläge entstehen, blieb damit zunächst offen.

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