Im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins hat das Wiener Johann Strauss Orchester am 1. Mai sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Stargast des Konzerts unter Alfred Eschwé war der Tenor Michael Spyres, der als Operetten-Baritenor angekündigt wurde.
Das Programm setzte auf die typische Neujahrskonzert-Stimmung mit Walzern und Märschen von Johann Strauß Sohn. Dazu gehörte auch der Radetzkymarsch, der im Musikverein traditionell besonders stark wirkt und auch diesmal für den Mitschlag-Moment des Abends sorgte.
Seit 1966 verfolgt das Wiener Johann Strauss Orchester das Ziel, die Musik der „Walzer-Sträuße“ authentisch und in gleicher Besetzung wie zu deren Lebzeiten aufzuführen. Dirigent Alfred Eschwé leitete das Ensemble mit spürbarem Gespür für die unterschiedlichen Klangcharakteristika der Stücke.
Den Auftakt machte die Ouvertüre zum „Zigeunerbaron“, die Eschwé in seiner Moderation ohne Ironie oder Sarkasmus auch als „Roma-und-Sinti-Baron“ bezeichnete. Schon zu Beginn legte das Orchester damit den Ton für einen Abend fest, der ganz im Zeichen von Strauß’ Bühnen- und Unterhaltungsmusik stand.
Michael Spyres übernahm den Solopart als prominenter Gast des Jubiläumskonzerts. Sein Auftritt fügte sich in ein Programm, das die Operetten- und Walzertradition des Hauses im Musikverein zum 1. Mai bewusst in den Mittelpunkt stellte.














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