Die humanitäre Lage im Gazastreifen hat sich nach Angaben von Marcus Bachmann von Ärzte ohne Grenzen seit Beginn des Iran-Krieges deutlich verschlechtert. Sechs Monate nach dem Waffenstillstand bleibt die Versorgungslage nach seinen Worten dramatisch, zugleich werde humanitäre Hilfe zunehmend blockiert.
Bachmann beschreibt die Situation im Gazastreifen als so angespannt, dass selbst erfahrene Helfer erschüttert seien. Die Einschränkungen für Hilfsorganisationen erschwerten die Versorgung der Bevölkerung weiter. Bereits zuvor sei das tägliche Überleben in Gaza ein Kampf gewesen, nun habe sich die Lage noch einmal verschärft.
Nach den vorliegenden Angaben hat Israel den Zugang für Hilfsorganisationen stark eingeschränkt. Das wirke sich direkt auf die Hilfslieferungen und die Versorgung der Menschen aus. Die Bevölkerung leide nicht nur unter der materiellen Not, sondern auch unter einer weiter sinkenden mentalen Belastbarkeit.
Die psychische Verfassung vieler Menschen verschlechtere sich, schildert Bachmann. Er spricht von zunehmender Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit. Viele fühlten sich von der Welt vergessen. Damit verstärkt sich nach seiner Darstellung eine Krise, die längst nicht nur die Versorgung mit dem Nötigsten betrifft, sondern auch das Vertrauen in eine Verbesserung der Lage.
Der Befund von Ärzte ohne Grenzen unterstreicht, wie fragil die Situation in Gaza sechs Monate nach dem Waffenstillstand bleibt. Trotz der offiziell veränderten Lage vor Ort verschärfen sich die humanitären Probleme weiter. Für die Helfer vor Ort ist das nach Bachmanns Einschätzung inzwischen selbst belastend geworden.













