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Wiederkehr sieht fehlende Deutschkenntnisse als größtes Problem im Bildungssystem

Redaktionelle Szene zum Thema „Wiederkehr sieht fehlende Deutschkenntnisse als größtes Problem im Bildungssystem“

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) hat fehlende Deutschkenntnisse als derzeit drängendstes Problem im österreichischen Bildungssystem bezeichnet. In der „Pressestunde“ verwies er am Sonntag auf Zahlen der Statistik Austria, wonach ein Drittel der Schüler in den Deutschförderklassen auch nach einem Jahr nicht den Umstieg schafft.

Wiederkehr sprach sich dafür aus, die Deutschförderung schon im Kindergarten zu beginnen. Dort hätte er nach eigenen Worten gern 30 statt 20 Stunden Förderung für Kinder mit Sprachdefiziten. „20 Stunden reichen oft nicht“, sagte der Minister. Die frühere und intensivere Förderung sei aus seiner Sicht notwendig, weil Bildung ohne ausreichende Deutschkenntnisse kaum möglich sei.

Die 2018/19 eingeführten Deutschförderklassen hätten nach Wiederkehr mehr Autonomie gebraucht. Das bisherige System sei zu eng angelegt gewesen, sagte er. „Autonomie heißt Verantwortung und Freiheit“, so der Bildungsminister. Der Spracherwerb sei „nicht optional“.

Auch zu den Plänen für eine sechsjährige Volksschule äußerte sich Wiederkehr zuversichtlich. An dem geplanten Pilotprojekt gebe es sehr viel Interesse. Konkrete Details nannte er nicht. Der Minister setzte damit vor allem auf eine Ausweitung früher Sprachförderung als Antwort auf die Probleme, die sich nach seiner Einschätzung im Bildungsalltag besonders deutlich zeigen.