An der HAK Wiener Neustadt steht der Verdacht im Raum, dass Schüler unrechtmäßig an das Computerpasswort einer Professorin gelangt sind. Die Bildungsdirektion bestätigt den Vorwurf, der Direktor der Schule bestreitet ihn. Betroffen ist eine Maturaklasse, die dadurch nach einem anonymen Hinweis Zugriff auf die BFK-Matura, die Betriebswirtschaftliche Fachklausur, gehabt haben soll.
Nach den vorliegenden Angaben geschah der Vorfall zum Start der Matura am Montag. Die Klausur sei zwar umgehend neu erstellt worden, rechtliche Konsequenzen habe es für niemanden gegeben. Welche konkreten Folgen der Vorfall für die Matura hatte, bleibt damit auf den unmittelbaren Vorgang beschränkt.
Direktor Engelbert Zwitkovits zeigte sich über den Verdacht überrascht. Er erklärte, es sei bei der Matura alles so gelaufen, wie es laufen hätte müssen. Gerade die Matura sei eines der sichersten Dinge. Von einem Datenklau habe er nichts gehört, wolle aber weiter Augen und Ohren offen halten.
Laut den Angaben ist eine Schülerin bekannt und auch geständig. Damit verdichtet sich der Verdacht auf einen unrechtmäßigen Zugriff innerhalb des Schulumfelds. Der Fall lenkt den Blick auf die digitale Sicherheit bei Prüfungen, bei denen Zugangsdaten und elektronische Abläufe immer stärker an Bedeutung gewinnen.













