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Tiroler Polizei hielt Love-Scam-Opfer für Geldwäscherin

Redaktionelle Szene zum Thema „Tiroler Polizei hielt Love-Scam-Opfer für Geldwäscherin“

Eine 57-jährige Frau aus dem Tiroler Bezirk Kufstein ist wegen auffälliger Überweisungen ins Visier der Polizei geraten und zunächst als mutmaßliche Geldwäscherin behandelt worden. Ermittlungen wegen mehrfacher Zahlungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro führten jedoch zu einem anderen Ergebnis: Die Frau war nach Angaben der Ermittler selbst Opfer eines Liebesschwindels.

Schon vor zwei Jahren wurde gegen die Tirolerin wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Auslöser waren Überweisungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro an verschiedene Drittkonten. Ende 2025 geriet sie erneut ins Blickfeld der Polizei, nachdem weitere Zahlungen von mehr als 170.000 Euro auf Konten im In- und Ausland erfolgt waren.

Die Ermittlungen übernahm die polizeiliche Sondereinheit Sozialleistungsbetrug. Erst umfangreiche Nachforschungen brachten demnach die entscheidende Wende: Die Frau hatte das Geld nicht für eigene Zwecke verschoben, sondern war auf dreiste Liebesschwindler hereingefallen.

Der Fall erstreckte sich über Jahre und fiel erst jetzt auf. Nach den vorliegenden Angaben wurde dabei sogar ein Haus verkauft. Damit wird erneut deutlich, welches Ausmaß solche Betrugsmaschen annehmen können, wenn Täter ihre Opfer über längere Zeit mit erfundenen Geschichten zum Überweisen von Geld bewegen.

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