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Amazonas-Regenwald nimmt mehr CO2 auf als erwartet

Redaktionelle Szene zum Thema „Amazonas-Regenwald nimmt mehr CO2 auf als erwartet“

Der Amazonas-Regenwald speichert unter erhöhten CO2-Werten offenbar mehr Kohlendioxid als bislang angenommen. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Wien, der Technischen Universität München und des Nationalen Instituts für Amazonasforschung in Manaus hat im zentralen Amazonasgebiet festgestellt, dass selbst unscheinbare Unterholzbäume schneller auf steigende CO2-Werte reagieren als erwartet.

Für das Experiment wurden im dichten Regenwald sogenannte Open-Top-Chambers eingesetzt. Die transparenten Plexiglas-Kammern simulierten zukünftige CO2-Bedingungen, ohne den Wald zu isolieren. So konnten die Forschenden die Entwicklung der Pflanzen unter künstlich erhöhten CO2-Werten im natürlichen Umfeld beobachten.

Nach ein bis zwei Jahren zeigte sich dabei ein deutlicher Effekt: Die Pflanzen wuchsen schneller und speicherten mehr CO2. Das Ergebnis passt zu der Rolle des Amazonas als gigantischer Klimapuffer der Erde, wirft aus wissenschaftlicher Sicht aber zugleich neue Fragen auf. Denn die beobachtete Reaktion betrifft auch das Unterholz, in dem Licht, Feuchtigkeit und Konkurrenz ein besonders enges Gleichgewicht bilden.

Der Amazonas-Regenwald gilt als eines der wichtigsten Klimasysteme der Erde. Die neuen Ergebnisse liefern nun ein Zwischenbild davon, wie dieses System auf veränderte CO2-Bedingungen reagiert. Ob dieser Effekt dauerhaft anhält, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

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