Andreas Eschbach erzählt in seinem neuen Roman Ins fahle Herz des Sommers von einer Welt, in der es nicht mehr regnet, Mitteleuropa wegen unerträglicher Hitze fast und Südeuropa ganz unbewohnbar geworden ist. Der Autor ordnet die Geschichte ins Genre der Climate Fiction ein und entwirft damit ein Szenario, in dem die Zivilisation auf eine moderne Steinzeit zurückgeworfen wurde.
In dieser Zukunft gibt es Strom nur noch aus Sonnenenergie. Viele Menschen sind in den Norden ausgewandert, etwa nach Grönland. Zugleich forderte eine massenhaft Tote verursachende Pandemie ihren Tribut. Eschbach knüpft damit an seine bekannte Vorliebe für Science-Fiction an, die nahe an plausiblen Zukunftsentwicklungen bleibt.
Fausto lebt im verlassenen Dorf
Im Mittelpunkt der Erzählung steht Fausto. Er ist nicht emigriert und lebt in einem Geisterdorf. Weil er gegen das Virus immun war, wurde er zusammen mit seinem Bruder zwangsverpflichtet, die Leichen wegzuräumen. Der Bruder ist inzwischen umgekommen.
Fausto streift das Dorf vor allem nachts durch. Dann ist die Hitze geringer, der Asphalt schmilzt nicht mehr und auch das Fahrrad kann auf dem brüchigen Reifengummi bewegt werden. Er sucht in den verlassenen Häusern nach Dingen, die zurückgeblieben sind. Konserven sind dabei zwar nützlich, aber meist bereits verdorben.
Bei seinen Streifzügen findet Fausto unter anderem einen Eintrittsausweis für ein biogenetisches Unternehmen. Außerdem stößt er auf ein Fest. Mit diesen Elementen bleibt Eschbach in einem Setting, das eine karge, von der Klimakrise geprägte Zukunft beschreibt.














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