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Bartholomäus Bernhardi: Der Vorarlberger, der Martin Luthers Freund wurde

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Bartholomäus Bernhardi aus Schlins ist als Freund von Martin Luther in die Geschichte eingegangen. Der 1487 geborene Vorarlberger begann Ende des 15. Jahrhunderts nach einer Reise nach Deutschland seine Laufbahn in Mitteldeutschland, wo der Augustinereremit und Theologieprofessor Luther eine entscheidende Rolle spielte.

Die Lebensgeschichte Bernhardis gilt als außergewöhnlich. Im Alter von acht und zwölf Jahren verließen er und sein Bruder Johannes ihr bäuerliches Heimatdorf Schlins und machten sich über mehr als 500 Kilometer auf den Weg nach Eisenach. Der Großteil dieser Strecke dürfte zu Fuß zurückgelegt worden sein. Ziel war die Schule in Thüringen, das damals als weit entfernt galt.

Warum die beiden Brüder nicht an der Lateinschule in Feldkirch lernten, ist nicht bekannt. Auch wer die Reise veranlasste, bleibt ungeklärt. Über Bernhardis Kindheit ist nur wenig überliefert. Er war der Sohn des Hans Bernhardi und dessen Ehefrau Elsa, geborene Rüchlin.

Der Vater galt als begüterter Bauer und war zudem Landammann und Spruchrichter. Dadurch dürften die Kinder zumindest die Grundzüge des Lesens früh kennengelernt haben. Von diesem Ausgangspunkt aus entwickelte sich Bernhardis Weg zu jener Karriere, in der er später auch auf Martin Luther traf.

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