Forscher der ETH Zürich und ihrer internationalen Partner haben im Tessiner Gotthardmassiv mit hohem Wasserdruck eine Serie kleiner Erdbeben ausgelöst. Die Messungen im Untergrundlabor „Bedrettolab“ zeigten mehrere Erschütterungen, teils knapp unterhalb der Magnitude 0. An der Erdoberfläche waren die Beben nicht spürbar.
Über mehrere Tage pressten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der ETH Zürich, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und des italienischen Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie Wasser mit hohem Druck in eine natürliche Bruchzone. Das Experiment fand in einem ehemaligen Baustollen des Furkatunnels statt.
Ziel war es, kontrollierte Spannungsänderungen im Gestein auszulösen und gezielt Mikrobeben zu erzeugen. Genau das gelang den Beteiligten. Damit konnten sie die Entstehung eines Bebens direkt am Ursprungsort messen, statt wie üblich erst an der Erdoberfläche.
Die dabei gewonnenen Signale beschrieb das Team als „unglaublich“. Die Serie der registrierten Erschütterungen gilt als Erfolg des Experiments im Untergrundlabor im Kanton Tessin.














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