Ein Händedruck, ein Kniefall oder ein symbolischer Besuch können in Konflikten Hoffnung wecken, sagt die Politikwissenschafterin Ljiljana Radonić. Doch solche Friedensgesten verdichteten Politik oft nur zu einfachen Bildern und bräuchten mehr als Symbolik, um Gewalt tatsächlich zu beenden.
Radonić spricht über Gesten, die in konfliktreichen Zeiten besonders viel Aufmerksamkeit erhalten. Sie verweist auf eine Weltlage, in der Bomben in der Ukraine fallen, Raketen im Nahen Osten abgefeuert werden und Gewalt in Afrika, Asien sowie an den Rändern Europas eskaliert. Vor diesem Hintergrund wachse die Sehnsucht nach leicht verständlichen Zeichen des Friedens.
Symbole mit begrenzter Wirkung
Zu den genannten Gesten zählen etwa ein Händedruck, ein Kniefall oder ein symbolischer Besuch. Solche Bilder könnten die kollektive Erinnerung strukturieren und Hoffnung geben, sagte Radonić. Zugleich stelle sich die Frage, wann sie der Gewalt standhielten und wann sie lediglich politische Ohnmacht kaschierten.
Die Wissenschafterin spricht dabei über berühmte und vergessene Friedensgesten und deren Wirkung. Ihr Fazit ist klar: Frieden brauche mehr als ein paar gute Bilder. Entscheidend sei, ob Gesten über ihre symbolische Wirkung hinaus tatsächliche politische Substanz hätten.














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