Ein männlicher Kea namens „Bruce“ hat in einer Auffangstation in Neuseeland trotz einer schweren Schnabelverletzung die dominante Rolle in seiner Gruppe übernommen. Dem Papagei fehlt der gesamte obere Teil seines Schnabels, vermutlich infolge einer Verletzung aus seiner Jugend. Forschende sehen darin einen außergewöhnlichen Fall tierischer Anpassungsfähigkeit.
Normalerweise entscheiden Kea-Papageien ihre Rangordnung mit heftigen Schnabelattacken. Dabei gehen sie sich am Hals oder am Körper an. „Bruce“ kann diese Form des Kampfes nicht führen. Stattdessen hat er nach Angaben der Forschenden eine eigene Technik entwickelt: Er stößt seinen unteren Schnabel wie eine Stoßwaffe nach vorne und attackiert seine Rivalen mit schnellen Vorwärtsbewegungen. Teilweise geht er dabei auch auf seine Gegner zu oder springt sie an.
Diese Methode beschreiben die Forschenden als eine Art „Beak-Jousting“. Der Vogel setzt sich damit gegen andere durch und gilt inzwischen als unangefochtener Anführer seiner Gruppe. Dass ihm das trotz seiner Behinderung gelingt, macht den Fall aus Sicht der Forschenden besonders bemerkenswert.
„Bruce“ lebt in einer Auffangstation in Neuseeland. Die Beobachtung zeigt, dass sich Tiere unter ungewöhnlichen körperlichen Voraussetzungen neue Wege erschließen können, um sich im sozialen Gefüge zu behaupten.














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