Starkregen und Bodenversiegelung können in Wien dazu führen, dass sogenannte Ewigkeitschemikalien überlastete Kläranlagen passieren und in Flüsse gelangen. Darauf weist Umwelt-Geowissenschaftler Thilo Hofmann in der aktuellen Ausgabe von „Wiener Wissen“ auf krone.tv hin. Er sagt: „Letztlich regnet es dann mit dem Regen Ewigkeitschemikalien herunter.“
Hofmann beschreibt Ewigkeitschemikalien als Stoffe, die sich nicht mehr zersetzen. Als Beispiele nennt er Kühlmittel, die in die Atmosphäre gelangen, sowie Sprays. Nach seinen Worten sei dies auch in Wien zu beobachten. Zugleich erklärt er, dass die Bodenversiegelung einer Stadt das Abfließen von Regen verhindere und Starkregen dadurch die Kläranlagen überfordere.
In der Sendung werden die Auswirkungen des Klimawandels auf Großstädte wie Wien insgesamt analysiert. Grundwasserökologe Christian Griebler verweist auf die nach seinen Angaben weltweit erste Grundwasser-Fauna-Karte für Wien. Daraus ergebe sich, dass Tiere unter der Erde bei der derzeitigen Grundwasser-Erwärmung „viel Stress bekommen“.
Thomas Thaler vom BOKU-Institut für Landschaftsplanung fordert in diesem Zusammenhang, Klimasünder stärker zur Kasse zu bitten. Außerdem solle bei Produkten die Auswirkung des gesamten Lebenszyklus auf das Klima bewertet werden. Das sei „eine andere Art des Wirtschaftens“, sagt Thaler.
Hofmann betont zudem, dass es bei Menschen schwierig sei, Verhaltensänderungen zu erreichen oder Innovationen zurückzunehmen. In der Sendung wird außerdem auf den steigenden Energiebedarf durch den weltweiten Einsatz von KI verwiesen, der nach Angaben der Beteiligten in der Größenordnung des Subkontinents Indien liegen soll.














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