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Mallorca setzt auf Gratis-Öffis – doch die Busse sind voll

Redaktionelle Szene zum Thema „Mallorca setzt auf Gratis-Öffis – doch die Busse sind voll“

Auf Mallorca fahren Einwohner seit vier Jahren kostenlos mit Bus und Bahn. Die Zahl der Fahrgäste ist nach Angaben aus dem Material deutlich gestiegen, zugleich nehmen Frust und Belastung im Netz zu: Viele Busse sind überfüllt, die staatlichen Zuschüsse wachsen.

Das Modell gilt auf den Balearen, vor allem auf Mallorca, als Gegenentwurf zu den Debatten in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Schwarzfahren und bezahlbare Mobilität. Dort ist das Fahren ohne Fahrschein weiter ein Thema für Politik, Justiz und Verkehrsunternehmen. Auf Mallorca dagegen können Residenten mit einer entsprechenden Mobilitätskarte Gratis-Tickets für den öffentlichen Verkehr beantragen.

Der freie Zugang hat den öffentlichen Nahverkehr auf der Insel spürbar belebt. Nach den vorliegenden Angaben liegt das Passagierplus bei mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig gerät das System an seine Grenzen, weil der Ausbau der Kapazitäten mit der Nachfrage nicht Schritt hält.

Die Folgen sind nicht nur volle Busse, sondern auch ein höherer Aufwand für die Finanzierung des Angebots. Der kostenlose Nahverkehr hat sich für Menschen mit kleinem Geldbeutel als Entlastung erwiesen, verursacht aber zugleich überlastete Netze und steigende Kosten für den Staat.

Das mallorquinische Modell zeigt damit, dass Gratis-Öffis zwar mehr Menschen in Busse und Bahnen bringen können. Es macht aber auch deutlich, dass ohne ausreichenden Ausbau schnell neue Probleme entstehen.

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