Russell Crowe übernimmt im neuen Film „Nürnberg“ die Rolle des NS-Kriegsverbrechers Hermann Göring vor dessen Prozess. Der Historienfilm startet am Donnerstag im Kino. Regisseur James Vanderbilt hat erklärt, dass Crowe vor der Aufgabe zunächst Angst gehabt habe.
Vanderbilt sprach über den Film, der sich mit den Nürnberger Prozessen und besonders mit dem Zusammentreffen von Göring und dem Gefängnispsychiater Douglas Kelley befasst. Gerade dieses psychologische Duell habe ihn an dem Stoff fasziniert, sagte der Filmemacher. Von Kelley habe er zuvor nichts gewusst, obwohl ihm die Nürnberger Prozesse natürlich bekannt gewesen seien.
Der Regisseur betonte auch, dass es für ihn kein gewöhnliches Projekt gewesen sei. Vanderbilt ist sonst vor allem als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur von Massen-Blockbustern wie den „Scream“-Horrorfilmen, „Zodiac“ oder „Spider-Man“-Verfilmungen bekannt. Bei „Nürnberg“ habe ihn aber die historische Vorlage gepackt. Er habe sogar eigenes Geld eingesetzt, um sich die Filmrechte zu sichern, noch während das zugrunde liegende Buch geschrieben wurde.
Dass es sich um ein historisches Drama handelt, habe ihn nicht abgeschreckt, sagte Vanderbilt. Historische Filme seien zwar schwieriger zu machen als etwa ein neuer „Scream“-Teil, zugleich seien es genau solche Produktionen, die er liebe. Mit „Nürnberg“ bringt er nun einen Film ins Kino, der einen der bekanntesten NS-Verbrecher und die Untersuchung seiner Person in den Mittelpunkt stellt.













