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Tulln berät junge Eltern zum Umgang mit Bildschirmen

Redaktionelle Szene zum Thema „Tulln berät junge Eltern zum Umgang mit Bildschirmen“

In Tulln läuft seit März das Projekt „Bildschirmfrei bis drei“, bei dem eine Hebamme Jungeltern im Umgang mit Handy, Tablet, Laptop und Fernseher berät. Ziel ist es, Familien in den ersten Lebenswochen des Kindes Tipps zu geben, damit Kleinkinder möglichst wenig Zeit vor Bildschirmen verbringen.

Hebamme Bettina Mayer besucht die Familien dafür zu Hause. Sie empfiehlt unter anderem, das Handy wegzulegen und einen „Handyparkplatz“ einzurichten. „Gerade bei Kleinkindern passiert so viel im Gehirn, wenn sie Bildschirmen ausgesetzt sind. Egal ob bei der Entwicklung oder bei der Sehkraft, Bildschirme sind in dem Alter wirklich sehr schädlich“, sagte Mayer.

Auslöser für das Projekt sind auch die Nutzungszahlen bei Kindern und Jugendlichen in Österreich. Laut einer Studie des Gesundheits- und Sozialministeriums weisen viele von ihnen eine problematische Smartphonenutzung auf. Demnach nutzen 71 Prozent der Jugendlichen ihr Smartphone täglich mindestens drei Stunden, 38 Prozent sogar mehr als fünf Stunden pro Tag. Starke Anzeichen für eine suchtähnliche Nutzung zeigen demnach rund zehn Prozent der Mädchen und sieben Prozent der Burschen.

Die Stadtgemeinde Tulln hat das Projekt deshalb ins Leben gerufen. Junge Eltern können die Beratung in den ersten Lebenswochen ihres Kindes wahrnehmen. Sie sollen dabei Unterstützung bekommen, wie sich Bildschirmzeiten im Alltag möglichst niedrig halten lassen.

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